Projekt Kaiserschlacht des Spieltriebs Frankfurt

Seit 2008 präsentiert sich unser Klub mit einem Spieltisch auf der Hamburger Tactica. Wir starteten mit dem "Road to Messina" Projekt, einem Flames of War Spieltisch, der ein Dorf in Sizilien 1943 darstellte und präsentierten dann ein Jahr später unser Tunesien 1943 Projekt, eine Wüstenplatte mit Wadi.

Bereits zum zweiten male entstanden die Ideen zum nächsten Projekt auf der Rückfahrt. Entgegen der Skepsis von allen Klubkollegen votierte Oliver für eine Platte, die sich mit dem Ersten Weltkrieg befasst. Die Skepsis gründete vor allem in der Ansicht, dass man diese unglaubliche Materialschlacht nur schwierig darstellen kann.

Nach etwas mehr Überzeugungsarbeit lasen sich die Projektteilnehmer Lemming, El Comandante und Tankred in die Materie ein und entdeckten, warum die Epoche in Wargamerkreisen durchaus sehr populär ist. Diese unglaubliche Materialschlacht war der Wendepunkt in der Moderne, alle Schicksale der Nationen, wie wir sie heute kennen, erfuhren im ersten Weltkrieg massive Umstürze und Wendungen.

 

Der Hintergrund

Im Frühjahr 1918 griffen speziell geschulte Truppen des 6. Bayerischen Sturmregiments bei St. Quentin die 36. "Ulster" Division im neu entwickelten Stoßtruppverfahren an. Dieses letzte Aufbäumen erbrachte erstaunlicherweise seit Jahren nicht mehr da gewesene Geländegewinne und forderte allerdings auch einen hohen Blutzoll an erfahrenen Truppen.

Die Kaiserschlacht stellt einen Dreh und Angelpunkt in der historischen und kriegerischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts dar, hier entstanden Taktiken, die im zweiten Weltkrieg Anwendung fanden. Im Partizipationsspiel des Spieltrieb Frankfurt werden es mehrere Spielern die Möglichkeit haben, die unerbittliche Härte des Grabenkrieges nachzuempfinden und die Regeln von Great War (Games Workshop) kennen zu lernen.

Erste Modelle

Die Aufteilung der Aufgaben war sehr unkonventionell, so macht jeder Teilnehmer sowohl ein wenig bis ultimativ viel Geländebau und malt auch Figuren in unterschiedlichen Mengen und Qualitäten an.

El Comandante und Oliver übernahmen die Verantwortung für den Platten und Tischbau, Lemming baut Gebäude, El Comandante und Tankred basteln Vignetten, El Comandande baut den Tisch, Oliver, Lemming, Tankred und Rainer sorgen für genügend Truppen auf dem Tisch.

Auf den Bildern sieht man allerdings Modelle, die zu den Showstücken der Platte gehören sollen, da wir eine relativ große Menge an Figuren haben, werden einige auch in einem sauberen etwas unaufwändigeren Stil bemalt.

Plattenbau

Der Plattenbau zieht sich bereits über einen recht langen Zeitraum hin. Oliver und El Comandante bauen kontinuierlich seit Oktober 2009 an der Platte. In der Konzeptionsphase entschlossen wir uns für eine Platte mit fest installierten Gräben, wobei ein Teil der Platte austauschbar ist. Dieser Teil wird in einer Variante erstellt, die einen Graben nach schwerem Trommelfeuer darstellt und in einer weniger zerstörten.

Die Grundkonzeption beinhaltete zwei kniffelige Details: Zum einen sollte keine nennenswert sichtbare Fuge entstehen, zum anderen sollte die ganze Platte ein leichtes Gefälle haben.

Oliver entwickelte trotz Murren eine sehr interessante Schneidetechnik durch alle Styrodurlagen hindurch, während El Comandante maßgeblich die Idee beisteuerte, die Fugen in den Gräben verschwinden zu lassen. Hierzu entschieden wir uns auf eine gleichmäßige normierte Plattengröße zu verzichten zugunsten von welligen Plattenrändern.

Derzeit befindet sich die Platte im letzten Drittel des Rohbaus. Gerade werden die Gräben verkleidet. Es fehlen noch die Ausgestaltung der Krater, die Verkleidung der Gräbenböden und der Stacheldrahtverhau.

Vignetten und Fahrzeug

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